Richtig lüften - so schaffen Sie ein angenehmes Raumklima bis ins Dachgeschoss
- Grundsätzlich sollten Sie mehrmals täglich gründlich querlüften.
- Stosslüften reduziert die Dauer des Lüftens.
- Querlüftung beschleunigt den Luftaustausch.
- Lüften Sie, wenn die Aussenluft kühler ist als die Raumtemperatur.
- Vermeiden Sie die Kippstellung des Fensters.
- Schalten Sie die Heizung während des Lüftens aus.
Wie lange sollten Sie lüften?
Frische Luft ist für ein gesundes Raumklima unglaublich wichtig: Achten Sie daher darauf, Ihre gesamte Wohnung regelmässig zu lüften. Das heisst, Sie sollten in der Regel durch Öffnen aller Dach- und Fassadenfenster mehrmals täglich querlüften. Experten empfehlen sogar alle 2 Stunden einen kompletten Luftaustausch. Die optimalen Lüftungszeiten hängen selbstverständlich von den Jahreszeiten ab: Im Winter sollten Sie mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten lüften, im Sommer können Sie die Fenster problemlos bis zu 30 Minuten öffnen. Zudem ist die Häufigkeit auch von der Art des Raumes sowie der Häufigkeit des Nutzens abgängig.
Im Sommer wie im Winter ist das sogenannte Querlüften sinnvoll. Hierbei öffnen Sie möglichst viele Fenster und Türen in der Wohnung – möglichst auf gegenüberliegenden Seiten des Gebäudes, sodass ein Durchzug entsteht, der die Luftzirkulation beschleunigt.
Zudem gilt, dass das mehrmalige Stosslüften effektiver als die dauerhafte Kippstellung des Fensters ist. Öffnen Sie dazu Ihre Fenster für eine Dauer von 5 bis 10 Minuten komplett, sodass ausreichend Luft ausgetauscht werden kann.
Lüften im Winter
Lüften im Sommer
Auch richtig Lüften im Sommer will gelernt sein. Denn auch bei warmen Sommertemperaturen ist die Kippstellung des Fensters meist nicht ausreichend. Hier ist es am sinnvollsten die Fenster so weit wie möglich zu öffnen, sobald die Aussenluft kühler als die Raumtemperatur ist. Im Sommer können Sie Ihre Fenster aber auch guten Gewissens bis zu 30 Minuten geöffnet lassen. Auch im Dachgeschoss trägt das richtige Lüften dazu bei, zu viel Hitze zu vermeiden. Um einer Überhitzung Ihrer Wohnräume entgegenzuwirken, sollten Sie aber nicht nur auf die Lüftung achten, sondern auch den passenden Hitzeschutz für Ihr Dachfenster verwenden.
Durch regelmässiges Stosslüften kann die Feuchtigkeit optimal entweichen und Schimmelbildung vermieden werden.
Wann sollten Sie lüften?
Um ein heisses Raumklima im Sommer zu vermeiden, sollten Sie nicht während der besonders heissen Mittagszeit lüften, denn wenn die Aussenluft wärmer ist als die Raumtemperatur macht es selbstverständlich wenig Sinn Ihre Wohnung zu lüften. Auch im Winter empfiehlt es sich morgens und abends gründlich zu lüften. So lassen Sie die verbrauchte Luft von der Nacht raus und können bei Frischluft in den erholsamen Schlaf finden. Des Weiteren sollten Sie regelmässig nach dem Kochen oder dem Duschen den Raum richtig durchlüften, um feuchte Luft raus zu lassen.
Den Lüftungsbedarf den Wohnräumen anpassen
Badezimmer und Küche lüften
Ebenso sollten Räume, in denen Sie sich weniger aufhalten, regelmässig gelüftet werden. Wenn kein Fenster vorhanden ist, kann auch schon eine geöffnete Tür für etwas Luftaustausch sorgen. Doch wie funktioniert eine effektive Lüftung im Bad ohne Fenster? Denn gerade dort sammelt sich viel Feuchtigkeit an. Hier empfiehlt es sich eine extra Lüftungsanlage einzubauen.
Schlafzimmer lüften
Dauerhafte Luftzirkulation mit Lüftungssystemen
Haben Sie eine Wohnung im Dachgeschoss oder hat Ihr Obergeschoss im Haus Dachschrägen, können Sie auf ausgeklügelte Lüftungssysteme über Ihre Dachfenster setzen. Lüftungssysteme für das Dachgeschoss sind eine intelligente und bequeme Lösung für ein gutes Raumklima. Sie sorgen, unabhängig vom Wetter für eine durchgängige Luftzirkulation und damit für ein energiesparendes Lüften im Dachgeschoss ohne Wärmeverlust im Winter.
Sie lassen sich auch mit einem Abluftsystem kombinieren. Für feuchte Räume, wie einem Badezimmer, gibt es Lösungen, die sich der Luftfeuchtigkeit im Raum anpassen. Oder überlassen Sie das Lüften einem Smart Home-System in Kombination mit einer automatischen Fensterlüftung oder elektrischen Dachfenstern und optimieren Sie so das Raumklima.
Fünf Schritte zu einem gesunden Zuhause
Mit einem Smart Home inklusive smarter Fenster ermöglichen Sie sich ein gesünderes Raumklima. Hierzu zählen insbesondere frische Luft, optimale Innentemperaturen, ausreichend Tageslicht, eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit sowie verbesserte Schlafbedingungen.
- Schritt 1 - Für gute Schlafbedingungen sorgen:
Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Schlafengehen. - Schritt 2 - Für angenehme Temperaturen sorgen:
Finden Sie eine für Sie ausgewogene Balance zwischen Energiekosten und angenehmen Temperaturen. - Schritt 3 - Viel frische Luft ins Zuhause lassen:
Lüften Sie Ihr Zuhause mehrfach täglich quer. - Schritt 4 - Ausreichend Tageslicht reinlassen:
Geben Sie dem Tageslicht Vorzug vor ausschliesslich künstlichen Lichtquellen. - Schritt 5 - Hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden:
Vermeiden Sie eine zu hohe Luftfeuchtigkeit durch regelmässiges Lüften und eine ausgewogene Temperaturregulierung.
Individuelle Lüftungskonzepte
Wenn Sie Ihre Wäsche im Trocknungsraum aufhängen, besteht hier sicher eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. In diesem Fall kann der Erwerb eines Hygrometers von Vorteil sein. Das Hygrometer misst, wie viel Wasser in der Luft gelöst ist und gibt so Aufschluss darüber, wann und wie lange Sie lüften müssen.
In Wohnräumen, die aus baulichen oder auch anderen Gründen besonders anfällig für eine schlechte Luftqualität sind, empfiehlt sich zudem die Nutzung eines sogenannten VOC-Sensors. Dieser Sensor zeigt an, ob die Luftqualität gut, noch gerade ausreichend oder schlecht ist. Er fungiert dabei als Hygrometer, misst aber gleichzeitig auch die Konzentration anderer flüchtiger organischer Verbindungen, wie zum Beispiel Klebstoff, in der Luft.
Querlüftung im Haus über gegenüberliegende Türen und Fenster fördert den Luftaustausch.
Weitere Massnahmen für eine optimale Luftqualität
Lüften mit Ventilator, luftreinigende Pflanzen – es gibt einige weitere Regeln und Tricks, die Sie für den Erhalt eines guten Raumklimas unbedingt beachten sollten. Hierzu gehört zum Beispiel:
- Lüften mit einem Ventilator unterstützen: Um heisse Zimmer angenehmer zu machen, greifen viele auf einen Ventilator zurück. Er sorgt für einen zarten Windzug im Raum und so fühlt es sich oftmals etwas kühler an.
- Lüften bei Regenwetter: Auch das Lüften bei Regen trägt dazu bei, dass die Luftfeuchtigkeit nach draussen entweichen kann. Hierbei sollte Sie jedoch das Fenster für einige Minuten ganz öffnen und eine Kippstellung vermeiden.
- Das Aufstellen von Zimmerpflanzen. Aber Vorsicht: Pflanzen im Zimmer können zwar die Luftqualität verbessern, zu viele Pflanzen in einem Raum können jedoch einen gegenteiligen Effekt mit sich bringen. Daher sollten Sie darauf achten, Ihre Fensterbänke nur in Massen zu begrünen.
- Wäsche draussen trocknen: Ihre Wäsche sollten Sie nicht in Ihren Wohnräumen trocknen. Durch die entstehende Feuchtigkeit entsteht schnell gesundheitsschädlicher Schimmel.
Die Heizung während des Lüftens ausschalten: So können Sie langfristig eine starke Reduzierung Ihrer Heizkosten erzielen, ohne dass die Luftqualität in Ihren Wohnräumen darunter leidet.
- Jeder Raum in Ihrem Zuhause hat seine Funktion, aber mit Tageslicht können Sie alle Räume umgestalten
- Lassen Sie sich von den Möglichkeiten inspirieren, angenehmen, gemütlichen und gesunden Wohnraum zu schaffen