Neubau eines Lehmhaus-Ateliers – kreatives Refugium im Einklang mit der Natur

Neubau eines Lehmhaus-Ateliers – kreatives Refugium im Einklang mit der Natur

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Herzlich willkommen in Andrea Hangartners Lehmhaus-Atelier AHA. Entdecken Sie diesen inspirierenden Ort, an dem das Zusammenspiel von wohltuendem Tageslicht, minimalistischem Wohndesign und Naturverbundenheit kreative Schöpfungskraft neu entfacht.

Die Reise beginnt – Andreas Weg zum Traumatelier

Im idyllischen Männedorf am Zürichsee – inmitten malerischer Natur und unweit der pulsierenden Schweizer Metropole Zürich – ragt ein flaches Gebäude aus dem Hang heraus. Hinter diesem eingeschossigen Flachdach-Haus verbirgt sich ein wahrer Lebenstraum. Die leidenschaftliche Malerin Andrea Hangartner ist stolze Besitzerin eines Lehmhaus-Ateliers, das im Jahr 2021 auf dem Grundstück neben ihrem Wohnhaus fertiggestellt wurde.

Doch Andreas Reise zu diesem Traumatelier war nicht einfach. Zuvor betrieb die passionierte Künstlerin ein Atelier im Nachbardorf. Nach 20 Jahren kreativer Entfaltung musste sie ihr geliebtes Atelier aufgeben und sich aufgrund eines Schicksalsschlags beruflichen Herausforderungen stellen: Sie übernahm die Leitung des Familienunternehmens für Schadstoffmessungen, ihre künstlerische Begeisterung rückte in den Hintergrund. Doch trotz der Hindernisse und zeitweisen Pausen blieb ihr Traum lebendig.

„Ich hatte beruflich eine grosse Herausforderung und dadurch keine Lust, keine Zeit und keinen Kopf mehr fürs Malen. Jetzt, mit meiner langsam beginnenden Pensionierung, ist die Freude am Malen wiedergekommen“, erinnert sich Andrea.

Als ihr Sohn 2020 die Leitung des Familienbetriebs übernahm, fand Andrea wieder Raum für ihre geliebte Kunst. So begann 2018 gemeinsam mit dem Architekten Patrick Krecl die Planung und Realisierung des neuen kreativen Refugiums.

Besondere Verbundenheit als Basis für eine enge Zusammenarbeit

Die Vision war klar: Ein Atelier zu schaffen, das nicht nur ästhetischen Ansprüchen genügt und den kreativen Fluss einer Künstlerin inspiriert, sondern auch höchste Funktionalität bietet. Doch wie kann man diese vielschichtigen Wünsche in einem greifbaren Konzept vereinen? Glücklicherweise teilen Patrick und Andrea eine besondere Verbundenheit, wodurch er ihre Vorstellungen besser verstand als jeder andere:

„Patrick ist neben uns aufgewachsen, also kenne ich ihn, seit er klein ist. Er ist wirklich sehr mit uns verbunden. Er ist mein Patenkind geworden“, verrät Andrea.

Diese langjährige Beziehung bildet das Fundament für ihr Herzensprojekt. Patrick erwies sich als der ideale Partner, um Andreas Traum zum Leben zu erwecken:

„Er hat immer mein vollstes Vertrauen gehabt und er hat es noch übertroffen“, erzählt Andrea begeistert, als sie sich an die gemeinsame Planung und ersten Skizzen erinnert.

Einzigartiges Lehmhaus-Atelier im Hang

Andrea sehnte sich nach einer inspirierenden Arbeitsumgebung, die ihre Naturverbundenheit widerspiegelt. So entstand Patricks Idee, das Atelier in den Hang zu bauen, um den ökologischen Fussabdruck zu minimieren und die natürliche Schönheit der Umgebung zu wahren. Diese einzigartige Bauweise schafft einen nahtlosen Übergang zwischen Architektur und Natur, das Atelier scheint wie ein organischer Teil der malerischen Landschaft des Zürichsees.

Um dieses Gefühl der Naturverbundenheit auch im Inneren des Ateliers zu erhalten, wurde es aus Stampflehmwänden gebaut – eine alte Bauweise aus der Region, die Patrick wiederbelebte. Die Wahl von Stampflehm als Baumaterial war für ihn eine moderne Interpretation eines alten Handwerks, eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne.

„Ich habe versucht, einen schlichten Bau zu entwerfen, der nicht zu sehr mit der Kunst konkurriert, sondern bei dem die Kunst der Hauptdarsteller ist“, erklärt Patrick. „Es ist ein sehr lebendiger Baustoff, der mit diesen lebendigen Bildern gut harmoniert.“

Kreativität, neu entfacht

Die Ästhetik der massiven, 45 Zentimeter dicken Lehmwände mit ihrer natürlichen Haptik fügt sich wunderbar in Andreas künstlerische Welt ein. Die Schönheit des handgefertigten Materials, seine Schichten und Unebenheiten, erinnern an die Entstehung von Bildern durch Schichtung und Abtragung von Farbe. Andrea, deren Liebe zu Acryl und Gouache leuchtende Gemälde hervorbringt, ist begeistert, wie die Wände mit ihren Bildern harmonieren. Dank Patricks Expertise ist hier auf 70 Quadratmetern Nutzfläche ein einzigartiger Ort entstanden, der ihre Kreativität beflügelt.

Wohlfühlklima dank Lehmwänden

Die Entscheidung für Stampflehm als Baumaterial erwies sich nicht nur als ästhetisch ansprechend, sondern auch als wahrer Glücksfall für das Raumklima im Atelier. Die massiven Lehmwände bewahren im Winter die Wärme und schaffen eine behagliche Atmosphäre, während sie im Sommer für angenehme Kühle sorgen. Andrea ist begeistert von den klimatischen Vorteilen ihres Lehmhauses:

„Der Stampflehm hat auch eine ganz schöne, ausgleichende Art. Es ist immer ein fantastisches Wohlfühlklima hier drinnen“, schwärmt sie.

Licht, frische Luft und Naturverbundenheit

Auch die Themen Licht und Belüftung waren essenzielle Bestandteile bei der Planung des Traumateliers. Sechs aneinandergereihte elektrische Dachfenster und eine riesige, vollverglaste Faltwand zur Terrasse durchfluten das Atelier mit Tageslicht.

„Gerade im Zusammenhang mit der Kunst ist es wichtig, dass viel Licht im Raum ist. Wir haben das einerseits durch die Vorderfront, aber auch durch die Dachfenster, sodass den ganzen Tag passives Licht reinkommt und den Raum von innen erhellt. Das ist wunderbar“, erklärt Andrea.

Die Idee der vielen Dachfenster entstand auch aus dem Wunsch heraus, eine noch tiefere Verbundenheit zur Natur herzustellen:

„Man sieht die Wolken vorbeiziehen, man spürt die Jahreszeiten. Die Fenster erlauben einen Blick auf die umgebende Vegetation, sogar auf den blühenden Kirschblütenbaum“, ergänzt Patrick.

Auch die praktische Seite der Dachfenster ist bemerkenswert: Sie sind mit einem intelligenten Regensensor ausgestattet, der sie automatisch schliesst, sobald die ersten Tropfen fallen. Gerade bei der grosszügigen Deckenhöhe von 3 Metern ist dies ein komfortabler Vorteil, da keine manuelle Bedienung der Fenster nötig ist. Der Strom für die Dachfenster wird über Solarmodule gewonnen. Das Öffnen der Dachfenster und der verglasten Faltwand sorgt zudem für einen angenehmen Luftzug, der das Atelier stets mit Frischluft erfüllt.

Ein Raum für Kunst und mehr

In dem lichtdurchfluteten Atelier mit seinen klaren Linien, schlichtem Design und natürlichen Materialien geniesst Andrea ein unvergleichliches Freiheitsgefühl – ein Gefühl, das auch ihre Arbeitsweise nachhaltig verändert hat und sie ermutigt, neue Wege zu gehen:

„Dadurch, dass ich mehr Platz habe, male ich viel grösser. Meine Bilder sind freier geworden. Ich habe jetzt auch Freude daran, Menschen darzustellen. Auch das Licht hat in den Bildern eine grosse Bedeutung und selbstverständlich das Zusammenspiel von Farben“, erzählt Andrea.

Doch Andreas Traumatelier entpuppt sich nicht nur als ein Ort der eigenen künstlerischen Entfaltung, sondern auch als eine vielseitige Bühne für verschiedenste Kunstformen. Mit einer herausragenden Akustik und einem Raum, der für künstlerische Darbietungen wie geschaffen ist, hat sich das Atelier zu einem lebendigen Zentrum für Kleinkunst entwickelt.

„Das Atelier hat eine hervorragende Akustik. Da war es naheliegend, dass befreundete Musiker hier üben gekommen sind. Wir hatten schon dreimal Konzerte mit bis zu 60 Gästen, die das hier geniessen konnten. Wir können Lesungen veranstalten und es eignet sich hervorragend für kleine Theater“, verrät die Malerin. „Es ist ein Raum für Kunst.“

Blick über den Horizont: die begehbare Dachterrasse

Ein weiteres Highlight des architektonischen Meisterwerks ist das begrünte und begehbare Flachdach, das sich perfekt in die Hanglage einfügt. Hier realisierten Andrea und Patrick eine zauberhafte Dachterrasse. Sie bietet nicht nur einen atemberaubenden Blick über die Landschaft, sondern auch einen Ort der Ruhe und des Rückzugs. Mit Holz verkleidete Sitzgelegenheiten laden zum entspannten Verweilen ein, ein kleiner, aber feiner Pool verspricht erfrischende Abkühlung an heissen Tagen. Andrea ist begeistert von ihrer grünen Oase:

„Unten im Atelier bin ich kreativ und gesellig. Die Terrasse ermöglicht dieses ruhige Für-sich-Sein. Es ist ein Ort, wo man gerne zusammensitzt, ein Feuer macht, gemeinsam isst, musiziert, liest – einfach alles, was das Herz begehrt“, verrät die Malerin.

Ein wunderbarer Neuanfang im Lehmhaus-Atelier

Das tageslichtverwöhnte Lehmhaus-Atelier verkörpert für Andrea einen bedeutenden Neuanfang. Hier, im Atelier AHA, entfachte sie ihre Leidenschaft fürs Malen aufs Neue, fand Inspiration und schuf sich ein persönliches Refugium. In diesem Raum kann sie ihre Liebe zur Kunst bedingungslos ausleben und anderen Künstlern eine Plattform bieten. Patrick, der mit Hingabe und Innovation Andreas Wohntraum verwirklichte, betrachtet das Herzensprojekt mit Dankbarkeit:

„Es ist natürlich toll, wenn man für so eine nahestehende Person einen Bau verwirklichen darf“, erzählt er. „Durch diesen Bau bekam sie neuen Elan, neue Schöpfungskraft. Hier sieht man, was Architektur auslösen kann. Welche positiven Eindrücke, oder schlussendlich auch Ausdrücke erschaffen werden können.“

3 wichtige Erkenntnisse

  • Überfluss an Tageslicht: Aneinandergereihte Dachfenster maximieren den natürlichen Lichteinfall und hellen Räume effektiv auf.
  • Eins mit der Natur: Natürliche Materialien und sanfte Farben schaffen ein Gefühl von Naturverbundenheit im Innenraum.
  • Grüne Oase auf dem Dach: Begrünte Dachterrasse bietet einen ruhigen Rückzugsort für erholsame Momente.

„Dieses Haus ermöglicht es mir, mich selber zu verwirklichen, in der Malerei, in der Kunst und in dem kulturellen Umfeld, das hier entsteht. Es ist ein Haus der Begegnungen geworden. Es ermöglicht mir, mich wieder mit dem zu beschäftigen, was mir am Herzen liegt.“ – Andrea Hangartner

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